Der Münchner-Kinderbeirat fördert das Schulspeisungsprojekt in Haiti

Der Münchner-Kinderbeirat der Kinderhilfsorganisation Children for a better World e.V. hat das Mary’s Meals Schulspeisungsprojekt in Haiti unterstützt.  Mary’s Meals schätzt diese Hilfe sehr und bedankt sich bei den Kindern des Beirates für die Förderung.

Back to all stories | Posted on 25/08/21 in Blog

Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. In den letzten Jahren musste es viele Naturkatastrophen erleiden wie Stürme, Überschwemmungen, Dürren und ein verheerendes Erdbeben in 2010.  Im Jahr 2016 verursachte ein Hurrikan (Stärke 4) immense Schäden in der Landwirtschaft und vernichtete viele Arbeitsplätze.

Unterernährung ist weitverbreitet, da es viel zu wenig zu essen gibt. 24.5 % der Einwohner leben von weniger als 1,90 $ pro Tag. Das Land ist auch politisch sehr instabil mit häufigen Unruhen und Demonstrationen.  Haiti hat ein sehr schwaches Bildungssystem mit wenig staatlichen Schulen.  Geschätzte 500.000 Kinder gehen überhaupt nicht zur Schule.

Mary’s Meals ist in den Regionen der Welt aktiv, wo die Not der Kinder am allergrößten ist. In Haiti arbeiten wir seit 2006. Mit der €1.500 Förderung durch den CHILDREN-Kinderbeirat wird Mary’s Meals 82 Kindern in Haiti ein tägliches Schulessen für ein ganzes Jahr finanzieren.  So wird diesen 82 Kindern ein Jahr Lernen ohne Hunger ermöglicht. Nur wenn sie nicht hungrig am Unterricht teilnehmen müssen, werden sie in der Lage sein konzentriert zu lernen. Sie schreiben bessere Schulnoten, ihre Gesundheit verbessert sich, sie werden glücklicher und dürfen wirklich Kinder sein, ohne Sorgen und mit Energie, auch zum Spielen.

Ein Beispiel für unsere Arbeit in Haiti ist das Projekt in der Hauptstadt Port-au-Prince. Hier arbeiten wir zusammen mit unserem Partner Hands Together und versorgen 5,994 Kinder mit einem täglichen Schulessen. Die Slums von Port-au-Prince sind gefährlich und das Leben der Menschen dort ohne Perspektive. Die Familien wohnen in sehr beengten Verhältnissen, die Hygiene ist mangelhaft. Es gibt viele Gangs, und die Gewaltbereitschaft wird durch Armut und Essensmangel verschärft. Kinder, die nicht zur Schule gehen, werden leichte Beute der Gangs. Wenn sie jedoch wissen, dass es in der Schule eine warme Mahlzeit gibt, gehen sie regelmäßig zum Unterricht und erhalten so eine Bildung, die ihnen später einen Beruf  und somit einen Weg aus der Armut ermöglichen. In den städtischen Slums von Port-au-Prince organisiert Marys Meals in 9 Schulen tägliche Schulspeisungen. Hier sind die Kinder zwischen 6 und 18 Jahre alt.

Mary’s Meals bietet immer nahrhaftes, regional produziertes Essen, das mit Vitaminen zusätzlich angereichert wird.  In Haiti bekommen die Kinder Reis und Bohnen mit einer Sauce aus Gemüse oder Fisch. Die Mahlzeiten werden von ehrenamtlichen Helfern (meistens die Mütter und Väter) gekocht und ausgeteilt.

Durch das Schulessen wächst auch das Interesse der Gemeinde an Bildung. Die ganze Gemeinschaft bringt sich ein – es ist ihr Projekt und es ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die Eltern sind stolz, dass sie mitwirken und helfen können, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu geben. Die lokalen Kleinbauern werden unterstützt, da Marys Meals die Nahrungsmittel von ihnen kauft und die ganze lokale Wirtschaft erlebt so einen Aufschwung.

Tma