Katastrophenhilfe

Mary’s Meals ist in erster Linie ein Schulernährungsprogramm. Über die Jahre haben wir außerdem auf der ganzen Welt Erfahrungen im Bereich der Katastrophenhilfe gesammelt.

Mary’s Meals hat sich aus einer Reaktion auf die Not während des  Bosnienkrieges Anfang der 90er Jahre entwickelt. Seitdem haben wir uns für die Arbeit in der Notfallhilfe in Ländern wie Myanmar, Haiti, Indien, Kenia und Thailand engagiert.

Reaktion auf Notfallsituationen

Unser Ziel, die schutzlosesten Kinder der Welt in der Schule mit Essen zu versorgen, ist auch das Grundprinzip jeder Katastrophenhilfe, die durch Mary´s Meals geleistet wird. In vielen Fällen konnten wir unsere Unterstützung, die wir in akuten Krisensituationen begonnen haben,  langfristig weiterführen und auf größere Regionen ausdehnen. 

Wir pflegen enge Beziehungen zu unseren Partnerorganisationen auf der ganzen Welt. Wenn eine Notsituation in einer Gegend eintritt, in der wir einen vertrauenswürdigen Partner vor Ort haben, arbeiten wir mit diesem zusammen, um die Menschen zu erreichen, die am dringendsten Hilfe benötigen.

Für uns sind unterschiedliche Arten der Unterstützung denkbar, abhängig davon, was die Menschen brauchen und wie wir am wirkungsvollsten auf diese Bedürfnisse reagieren können. 

Notfallhilfe in der Vergangenheit

Im Allgemeinen bleiben wir bezüglich der Unterstützung stets offen. Wir helfen, wo immer Hilfe benötigt wird und wo wir wirkungsvoll reagieren können.

Haiti

Im Januar 2010 erschütterte ein Erdbeben die Hauptstadt von Haiti, Port-au-Prince, darunter die Schulen in Cité Soleil, wo wir tausenden von Kindern, die in bitterer Armut leben, Mary’s Meals-Mahlzeiten ausgeben. Unsere Helfer waren außerordentlich großzügig, was uns ermöglichte, Notfallnahrungsmittel und medizinische Hilfe durch unsere Partner innerhalb von Tagen nach dem Erdbeben weiterzuleiten.

Bosnien-Herzegowina und Kroatien

Im Jahr 2014 machten schwere Überflutungen in Bosnien-Herzegowina und Kroatien tausende von Familien obdachlos, so dass vielen das Nötigste zum Leben fehlte.

Mary’s Meals rief zusammen mit einigen Partnern eine Soforthilfemaßnahme ins Leben. Wir organisierten öffentliche Aufrufe für Geld- und Materialspenden, transportierten die lebensrettenden Hilfsgüter in die betroffenen Regionen und verteilten diese an die Menschen vor Ort, die sie so dringend benötigten.

Von Herzen danken wir all jenen, die Geld, Gebete und Zeit  geopfert haben, um die Hilfsaktion zu unterstützen. Danke für die vielen kleinen Gesten der Liebe. 

Somalia

Im Jahr 2011 haben wir uns mit unseren langjährigen Freunden des gemeinnützigen Vereins Gift of the Givers in Malawi und Südafrika zusammengetan, um so viele Notfallmahlzeiten wie möglich auszuliefern und mehr als 40.000 hungernden Menschen in Somalia zu helfen.

Kenia und Süd-Sudan

Im Jahr 2014 reagierte Mary’s Meals auf die Ostafrikakrise, in der 10,7 Millionen Menschen von schwerwiegendem Nahrungsmittelmangel betroffen waren. Zusätzlich zu unserer andauernden Arbeit in dieser Region lieferten wir Notfallschulmahlzeiten in Gegenden in Kenia und im Süd-Sudan, die dies besonders nötig hatten.

Philippinen

Ebenfalls im Jahr 2011 stellten wir Nahrungsmittel, Baumaterial und finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Mary’s Meals Mitarbeiter und ihre Familien zur Verfügung, nachdem ein Taifun ihre Häuser zerstört hatte. 

Indien

Im Jahr 2013 lieferten wir materielle Hilfe an diejenigen, die von den verheerenden Fluten und Erdrutschen betroffen waren. Im Jahr 2004 starteten wir einen Notfallaufruf, nachdem Indien von einem Tsunami getroffen worden war, der das Zuhause und die Fischerboote von Familien hinwegspülte, die daraufhin keine Mittel hatten, um sich selbst am Leben zu erhalten. Durch den Aufruf kamen Spenden zusammen, um der Fischergemeinde in Tamil Nadu zu helfen, anfänglich bei der Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Unterkunft, dann beim Wiederaufbau der Häuser und dem Erwerb von neuen Booten.