Katastrophenhilfe

Der Hauptfokus von Mary’s Meals sind Schulernährungsprogramme. Über die Jahre haben wir außerdem auf der ganzen Welt Erfahrungen im Bereich der Katastrophenhilfe gesammelt.

Reaktion auf Notfallsituationen

Mary’s Meals hat sich aus einer Reaktion auf die Not während des Bosnienkrieges Anfang der 90er Jahre entwickelt. Seitdem haben wir uns für die Arbeit in der Notfallhilfe in Ländern wie Myanmar, Haiti, Indien, Kenia,Thailand und dem Südsudan engagiert.

Unser Ziel, die schutzlosesten Kinder der Welt in der Schule mit Essen zu versorgen, ist auch das Grundprinzip jeder Katastrophenhilfe, die durch Mary´s Meals geleistet wird. In vielen Fällen konnten wir unsere Unterstützung, die wir in akuten Krisensituationen begonnen haben, langfristig weiterführen und auf größere Regionen ausdehnen. 

Wir pflegen enge Beziehungen zu unseren Partnerorganisationen auf der ganzen Welt. Wenn eine Notsituation in einer Gegend eintritt, in der wir einen vertrauenswürdigen Partner vor Ort haben, arbeiten wir mit diesem zusammen, um die Menschen zu erreichen, die am dringendsten Hilfe benötigen.

Für uns sind unterschiedliche Arten der Unterstützung denkbar, abhängig davon, was die Menschen brauchen und wie wir am wirkungsvollsten auf diese Bedürfnisse reagieren können.

Krisensituation in Malawi

In Malawi spielte Mary’s Meals während der Ernährungskrise im Jahr 2016 und Anfang 2017 eine wichtige Rolle. Mehr als 6,5 Millionen Menschen – die Hälfte der Landbevölkerung – waren in weiten Teilen des Landes betroffen, insbesondere im Süden und im Zentrum Malawis. Die Bereitstellung humanitärer Hilfe durch verschiedene Organisationen, darunter auch Mary’s Meals, verhinderte, dass die Krise zu einem Notstand eskalierte.

Zuletzt wurde der Süden Malawis Anfang 2019 von Überschwemmungen infolge tropischer Wirbelstürme heimgesucht. Mary’s Meals unterstützte 17.000 Männer, Frauen und Kinder, die in den Grundschulen Schutz suchten, nachdem sie wegen starker Regenfälle und Überschwemmungen mit Notrationen aus ihren Häusern vertrieben worden waren, und setzte gleichzeitig die Bewertung der Situation und die Umsetzung des Schulspeisungsprogramms fort.

Klicken Sie hier, um mehr über unsere Arbeit in Malawi im Jahr 2019 zu erfahren.

Katastrophenhilfe bei Überschwemmungen in Kerala

Im August 2018 führten verheerende Überschwemmungen in Kerala (Indien) dazu, dass mehr als eine Million Menschen in Hilfslagern Zuflucht suchten und humanitäre Hilfe benötigten. Mary's Meals startete den Kerala Floods Emergency Appeal, um die am schlimmsten betroffenen Familien zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner BREAD haben wir Tausende von bedürftigen Familien, die aus den Lagern zurückkehrten und ihre Häuser schwer beschädigt, ihre Besitztümer weggespült und ihre Ernten und Lebensgrundlagen zerstört vorfanden, mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln versorgt. Außerdem konnten wir Gaskocher und Kochsets an Familien liefern, die von ihren Gemeinden als besonders bedürftig eingestuft wurden.

Im Jahr 2013 leisteten wir den von den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen betroffenen Menschen materielle Hilfe.

Im Jahr 2004 starteten wir einen Nothilfeaufruf, nachdem Indien von einem Tsunami heimgesucht wurde, der Häuser und Fischerboote weggespült hat und die Familien ohne Mittel zur Selbstversorgung zurückließ. Mit dem Aufruf wurden Gelder für eine Fischergemeinde in Tamil Nadu gesammelt, die zunächst Nahrungsmittel und Unterkunft zur Verfügung stellte und dann den Wiederaufbau von Häusern und den Kauf neuer Boote unterstützte.

​Krise im Südsudan

Im Juni 2018 starteten wir als Reaktion auf die sich verschärfende Krise im kriegszerrütteten Südsudan eine Notfallkampagne. Weil Familien sich durch die Kämpfe gezwungen sahen, ihre Häuser zu verlassen, und 6,3 Millionen Menschen mit einer Hungersnot konfrontiert waren, waren wir entschlossen, mit unserem Partner zusammenzuarbeiten, um mehr gefährdete Kinder mit lebensrettenden täglichen Mahlzeiten in der Schule zu erreichen. Dank der großzügigen Unterstützung durch unsere weltweite Mary’s Meals-Familie konnten wir die 20.520 Kinder, die bereits Mary’s Meals im Südsudan erhalten, weiterhin versorgen und fast 4.000 Kinder an fünf neuen Schulen in das Ernährungsprogramm aufnehmen, was vielen weiteren Familien und Gemeinden Hoffnung gab.

Spendenaufruf für Ostafrika

Im März 2017 haben wir als Reaktion auf die humanitäre Notlage in der gesamten Region, einschließlich dem Südsudan und Kenia, wo Mary's Meals ausgegeben wird, unseren East Africa Emergency Appeal gestartet. Gewalt, Konflikte und Dürre trieben die Region in einen Zustand schwerer Ernährungsunsicherheit, wobei in mehreren Gebieten offiziell eine Hungersnot ausgerufen wurde. Die unglaubliche Reaktion der Unterstützer auf unseren Aufruf zur Nothilfe für Ostafrika ermöglichte es uns, unser Versprechen an die 46.000 Kinder im Südsudan und in Kenia, die sich auf Mary's Meals verlassen, einzuhalten. Außerdem konnten wir weitere 2.000 Kinder in sieben Schulen im Südsudan erreichen.

Kenia und Südsudan

Im Jahr 2014 reagierte Mary’s Meals auf die Ostafrikakrise, in der 10,7 Millionen Menschen von schwerwiegendem Nahrungsmittelmangel betroffen waren. Zusätzlich zu unserer andauernden Arbeit in dieser Region lieferten wir Notfallschulmahlzeiten in Gegenden in Kenia und im Süd-Sudan, die dies besonders nötig hatten.

Indien

Im Jahr 2013 lieferten wir materielle Hilfe an diejenigen, die von den verheerenden Fluten und Erdrutschen betroffen waren. Im Jahr 2004 starteten wir einen Notfallaufruf, nachdem Indien von einem Tsunami getroffen worden war, der das Zuhause und die Fischerboote von Familien hinwegspülte, die daraufhin keine Mittel hatten, um sich selbst am Leben zu erhalten. Durch den Aufruf kamen Spenden zusammen, um der Fischergemeinde in Tamil Nadu zu helfen, anfänglich bei der Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Unterkunft, dann beim Wiederaufbau der Häuser und dem Erwerb von neuen Booten.

Somalia

Im Jahr 2011 haben wir uns mit unseren langjährigen Freunden des gemeinnützigen Vereins Gift of the Givers in Malawi und Südafrika zusammengetan, um so viele Notfallmahlzeiten wie möglich auszuliefern und mehr als 40.000 hungernden Menschen in Somalia zu helfen.



Philippinen

Ebenfalls im Jahr 2011 stellten wir Nahrungsmittel, Baumaterial und finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Mary’s Meals Mitarbeiter und ihre Familien zur Verfügung, nachdem ein Taifun ihre Häuser zerstört hatte.



Haiti

Im Januar 2010 erschütterte ein Erdbeben die Hauptstadt von Haiti, Port-au-Prince, darunter die Schulen in Cité Soleil, wo wir tausenden von Kindern, die in bitterer Armut leben, Mary’s Meals-Mahlzeiten ausgeben. Unsere Helfer waren außerordentlich großzügig, was uns ermöglichte, Notfallnahrungsmittel und medizinische Hilfe durch unsere Partner innerhalb von Tagen nach dem Erdbeben weiterzuleiten.



Tma