Schulmahlzeiten für syrische Flüchtlingskinder im Libanon

Erschüttert vom Leid der syrischen Flüchtlinge startet Mary´s Meals sein erstes Schulspeisungsprogramm im Nahen Osten.

Magnus MacFarlane-Barrow
Magnus MacFarlane-Barrow
Mary's Meals founder and CEO

Back to all stories | Posted on 29/02/16 in Update from Magnus

In einem Pilotprojekt plant Mary’s Meals, bald täglich Schulmahlzeiten für 1.000 Kinder in einer Schule in der Stadt Antelias, 5 km nördlich von Beirut, Libanon, bereitzustellen.

Aufgrund des schon fünf Jahre andauernden syrischen Bürgerkriegs haben mehr als 1,1 Millionen Flüchtlinge die Grenze von Syrien in den Libanon überquert. Im Libanon leben derzeit bis zu 2 Millionen Flüchtlinge, bei einer einheimischen Bevölkerung von 4,5 Millionen - also ein Verhältnis von fast 1:2! Mehr als 70 Prozent leben unter der Armutsgrenze. Viele Menschen sind arbeitslos, hungrig und leben in erbärmlichen Verhältnissen.

Der Libanon, der durch den Flüchtlingszustrom stark belastet wird, ist nun das dreizehnte Land, in dem Mary’s Meals arbeiten wird.

Magnus MacFarlane-Barrow, Gründer von Mary’s Meals sagt: "Ich bin mir sicher, dass wir alle angesichts der verzweifelten Lage der Flüchtlinge, tiefes Mitleid – vielleicht sogar Empörung – empfinden. Wie immer sind es die unschuldigen Kinder, die am meisten leiden müssen."

“Wir haben uns gefragt, wie Mary’s Meals dazu beitragen kann, dieses unsagbare Leid ein wenig zu lindern. Ich freue mich dass wir bald beginnen werden, im Libanon Schulmahlzeiten für eine kleine Anzahl von syrischen Kindern und ihre libanesischen Mitschüler auszugeben."

Inmitten des blutigen Konflikts in Syrien kann Mary’s Meals dank seiner großzügigen Unterstützer den syrischen Flüchtlingskindern wieder einen Hoffnungsschimmer schenken. Sie werden mit einer nahrhaften täglichen Mahlzeit wieder zurück in die Schule gelockt - so wie wir es auch in anderen Ländern machen, wo die Einführung von Mary’s Meals einen starken Anstieg der Schülerzahlen und eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der schulischen Leistungen zur Folge hat. Magnus setzt fort: "Es gibt weltweit 59 Millionen Kinder, die nicht in die Schule gehen, undnoch mehr, die an chronischem Hunger leiden. Darum bitten wir unsere Unterstützer immer wieder, uns zu helfen, das nächste hungrige Kind zu erreichen, das auf Mary’s Meals wartet.“ Derzeit gehen mehr als zwei Millionen syrische Kinder nicht zur Schule und laufen daher laut UNO Gefahr, zu einer "verlorenen Generation" zu werden."Wenn so ein schrecklicher Konflikt wie heute in Syrien tobt, sind wir versucht angesichts der Größe des Problems zu verzweifeln. Aber da jedes einzelne Kind zählt, müssen wir tun, was wir können. Wie alle Eltern wünschen sich auch jene syrischen Mütter und Väter, die ihre Häuser verlassen mussten, dass ihre Kinder genug zu essen haben und Bildung erhalten können, damit sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft schöpfen können.“

 

Caption:“Syrian primary school children attending catch-up learning classes in Lebanon” photo by Russell Watkins / CC BY 2.0

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