Message from Magnus: the deep love for Mary’s Meals in South Sudan

Unser Gründer Magnus erklärt, wie die unglaublichen Unterstützer von Mary‘s Meals uns helfen, bemerkenswerte Dinge in Ostafrika zu erreichen, wo wir unsere Aufgabe, verzweifelt hungernde Kinder zu erreichen, fortsetzen.

Magnus MacFarlane-Barrow
Magnus MacFarlane-Barrow
Mary's Meals founder and CEO

Back to all stories | Posted on 22 May 2017 in Update from Magnus

Ostafrika befindet sich in einer Krise, und Millionen von Menschen drohen zu verhungern. Trockenheit und Unruhen haben einen humanitären Notstand verursacht, der sich über mehrere Länder erstreckt, einschließlich zweier Länder, in denen wir Mary‘s Meals anbieten – Südsudan und Kenia.

Jeden Tag kommen in Lakes im Südsudan, wo Mary‘s Meals seit 2008 vor Ort ist, Mütter und Kinder – sichtbar mangelernährt – aus vom Krieg erschütterten und von Hunger betroffenen Teilen des Landes an und suchen nach Nahrung und relativer Sicherheit. Die Luft ist hier durchgehend vom Geschrei verzweifelt hungriger Kinder erfüllt, obwohl manche von ihnen sogar zu schwach zum Weinen scheinen.

Inmitten dieser enormen humanitären Katastrophe, die hauptsächlich vom Bürgerkrieg verursacht wurde, essen diese Kinder weiterhin Mary‘s Meals. Es ist bemerkenswert, dass jeden Tag an 33 Schulen im Südsudan mehr als 18.000 Kinder in der Schlange stehen, um zwischen den Unterrichtsstunden ihren wertvollen Teller voll Mais und Bohnen zu erhalten.

Die Tatsache, dass sie dies tun, ist ein Beleg für das Engagement und die Beständigkeit unserer Partnerorganisation vor Ort, ihre Mitarbeiter, die Lehrer und freiwilligen Köche, die unter diesen schrecklichen und manchmal furchterregenden Umständen weiterhin unser Programm organisieren und beaufsichtigen. In diesen Gemeinden gibt es eine tiefe Liebe zu Mary‘s Meals; eine tiefe Wertschätzung, dass wir ihren Kindern in dieser Zeit treu geblieben sind.

Der neunjährige Daniel ist eines von diesen Kindern. Er hat einen großen Teil seines Lebens in Angst verbracht und erzählt uns: "Ich habe Angst vor den Kämpfen und vor den Menschen, die Vieh stehlen. Ich möchte nicht, dass diese Menschen irgendein Kind töten." 

Daniel steht jeden Morgen früh auf und melkt die Kuh der Familie, damit seine jüngeren Geschwister etwas zu trinken haben. Dann läuft er 80 Minuten lang zur Schule, von der er weiß, dass er dort ernährt wird und wo er es genießen kann, zu singen und zu spielen – und Mathematik zu lernen. Und weil er zur Schule gehen kann, bleibt seine Hoffnung lebendig, eines Tages Arzt zu werden. "Ich möchte sein wie die, die uns Essen geben," sagt Daniel, "und in der Zukunft anderen Menschen helfen."

Jede Woche vergrößert sich die Zahl der Kinder, die an unseren Schulen angemeldet sind, und die Gemeinden in der Umgebung bitten uns eindringlich, ihren hungernden Kindern auch Mary‘s Meals zu bringen. Ohne die täglichen Mahlzeiten schließen viele Schulen. Wir haben ihnen versprochen, alles zu tun, was wir können, um sie zu erreichen, wenn es die finanziellen Mittel erlauben.

Wir wissen, dass wir in letzter Zeit viele dringende Appelle an Sie richten mussten – ein trauriges Spiegelbild der herausfordernden Zeit, in der wir leben. Bitte seien Sie sich sicher, dass Ihre Spenden nie für selbstverständlich gehalten werden. Jede Spende wird mit derselben Liebe und Wertschätzung entgegengenommen, mit der die dankbaren Gemeinden im Südsudan und in Kenia Mary‘s Meals heute entgegentreten.

Danke, dass Sie die Schreie dieser verzweifelt hungernden Kinder hören. Wir sprechen Ihnen unseren Dank aus, weil Daniel und die mehr als eine Millionen anderer Kinder, die Sie heute miternährt haben, Ihnen nicht selber auf direkte Weise danken können.