Mariams zahlreiche Mahlzeiten

Mariam bereitet hunderten von hungrigen indischen Kindern tagtäglich Hoffnung.

„Ich glaube, sie sind mit dem von mir gekochtem Essen zufrieden.“ Mariam lacht. „Die meisten wollen eine zweite Portion.”

Die verwitwete Mutter von sechs Kindern hilft bei der Zubereitung von Gemüsecurry und Reis in riesigen Töpfen für die Kinder der St. Michael’s Grundschule.

„Als ich mit dem Kochen begann waren es nur 90 Kinder. Jetzt sind es 249. Das ist ein großer Sprung! Es zeigt, dass Mary’s Meals Kinder motiviert, in die Schule zu gehen und dort zu lernen, weil sie wissen, dass sie dort eine köstliche Mahlzeit empfangen werden.“

Wie so oft bei den Köchinnen von Mary’s Meals ist Mariams eigener Sohn Pradip einer von den Kindern, die eine lebensverändernde Schulmahlzeit bekommen.

In Indien haben arme Kinder sehr geringe Chancen, deswegen bietet Mary’s Meals ihnen die Möglichkeit einer besseren Zukunft.

„Ich selbst bin nicht zur Schule gegangen,“ erklärt Mariam. „Ich kann nicht lesen und schreiben und möchte nicht, dass es den Kindern aus meiner Gemeinde gleich ergeht. Ich hoffe, dass sie eine Bildung genießen können. Ich will, dass Pradip die Schule mit guten Noten abschließt.“

Für Pradip und seine Freunde sorgt das Essen, das seine Mutter ihm gibt, für genügend Energie zum Lernen und Spielen.

„Ich komme hungrig zur Schule und freue mich sehr auf das Essen. Meine Mutter kocht für alle Kinder hier. Ich mag ihr Essen. Danach fühle ich mich sehr gut und satt.“

Allein in Indien kochen engagierte Köchinnen wie Mariam Essen für mehr als 22.000 hungrige Kinder an jedem Schultag. Ohne diese unglaublichen Freiwilligen, die Mary’s Meals auf der ganzen Welt mit Liebe austeilen, wäre diese Arbeit nicht möglich.