In Malawi wird Glück P-H-A-L-A buchstabiert

Unser Communications Officer Mary findet heraus, warum unsere Arbeit ohne die Tausenden von Freiwilligen in Malawi, die jeden Tag ihre Zeit opfern, nicht möglich wäre.

Ich arbeite jetzt gerade einmal etwas mehr als zwei Monate für Mary’s Meals und bin jetzt schon überwältigt von der Armee an unglaublichen freiwilligen Helfern, die dieses wundervolle Ernährungsprogramm in Malawi möglich machen.

Die Kraft der Tausenden von Freiwilligen, die das Rückgrat unserer Arbeit hier bilden, hat mich wiederholt sprachlos gemacht… und mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert!

An jedem Schultag stehen diese engagierten Menschen, von denen es unglaublicher Weise allein in Malawi 80.000 gibt, vor Tagesanbruch auf und laufen bis zu einer Stunde durch die Dunkelheit zur Schule, um einen kochend heißen Becher Phala (Porridge) vorzubereiten und an jedes Kind auszuteilen, bevor die Schule beginnt.

Es ist ein riesiges Unterfangen, und doch erledigt jeder einzelne Freiwillige seine Aufgabe mit vollem Elan.

Ich habe mich unlängst mit einigen der Frauen, die Mary’s Meals in Malawi unterstützen, unterhalten, so auch mit der 51-jährigen Mifa, die sich für ein Jahr als Freiwillige gemeldet hat.

Zu sehen, wie eifrig ihre Kinder und die Kinder in ihrem Dorf jetzt zur Schule gehen, ist der einzige Grund, den Mifa braucht, um ihren Vormittag zu opfern und für Mary’s Meals zu kochen. Und sie wird sich auch im nächsten Jahr als Freiwillige melden, auch wenn ihre Tochter dann schon auf die weiterführende Schule geht.

“Ich muss weitermachen, um den Kindern eine Zukunft zu geben”, sagt sie voller Empathie. Diese unglaubliche Selbstlosigkeit habe ich bei jedem Freiwilligen entdeckt, den ich getroffen habe.

Zwei von Mifas Kindern sind am College bzw sind dort angenommen worden, und sie ist entschlossen, dass ihre jüngeren Kinder in deren Fußstapfen treten, auch wenn das bedeutet, dass sie Opfer bringen muss.

Innerhalb der letzten eineinhalb Monate habe ich Frauen getroffen, die Eimer voll Wasser auf ihren Köpfen trugen, um das Phala vorzubereiten. Ich habe Frauen gesehen, die riesige Töpfe von Phala gerührt haben und dabei ihr Baby auf dem Rücken trugen – sie tun alles, um ihren Kindern und ihren Nachbarkindern eine warme Mahlzeit vor der Schule zu ermöglichen.

Und im Gespräch mit diesen Freiwilligen habe ich langsam den großen Einfluss, den das Programm auf das Land hat, begriffen.

“Ich wurde Freiwillige, weil es den Kindern hilft, an der Schule zu bleiben”, erklärt Joyce, die an der Makanjira-Grundschule in Blantyre hilft. “Ich sehe, wie eifrig sie lernen, weil sie sich jetzt in der Klasse konzentrieren können.”

Immer wieder habe ich diese starken Frauen davon reden hören, wie das Phala ihre Kinder ermutigt, zur Schule zu gehen, und wie sie aufgrund des Phalas gesünder aufwachsen. Es ist ein Privileg, ihre Stärke und ihre Hingabe zu sehen, mit der sie Malawis Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen.