Nachrichten aus Malawi: Florian besucht die schwer zu erreichende Likoma-Insel

Florian, unser Beauftragter des Schulpatenschaften-Programms, verbrachte vor kurzem drei Wochen damit, durch Nord-Malawi zu reisen und Schulen zu besuchen, an denen Mary’s Meals angeboten wird. Er verbrachte auch eine Nacht auf Likoma und in unserem neuesten Blog erklärt er, warum nicht alles glatt lief!

Ich habe mein ganzes Leben in Malawi gelebt, aber noch nie war ich auf Likoma. Ich besuchte die Insel um Fotos und Geschichten von Kindern zu sammeln, damit wir denjenigen, die Schulen sponsern, an denen Mary's Meals angeboten wird, aktuelle Informationen geben können. 

Um auf Likoma zu kommen, nimmt man dasselbe Boot, welches den Likuni-Phala-Brei für das Schulspeisungsprogramm dort über den Malawi See transportiert. 

Mein Freund hat mir erzählt, dass der Steg in Nkhata Bay zusammengebrochen war und dass das 'Llala' (Schiff) weiter von dem Festland weg angedockt werden musste. Fahrgäste mussten zu dem Festland hin und vom Festland weg auf kleinen Booten übergesetzt werden. Ich war mir nicht sicher, wie ich auf das kleine Boot kommen sollte, ohne meine Schuhe auszuziehen. 

Die Menschen auf Likoma müssen viel Nahrung importieren, weil der Boden so schlecht ist. Eine Nacht auf dem Boot mit starkem Wind und Regen hat mir gezeigt, wie schwierig das Importieren von diesen Lebensmitteln manchmal sein kann.

Bei meiner Ankunft waren Eltern und Freiwillige von allen Schulen der Insel am Ufer. Ähnlich der Situation in Nkhata Bay, warteten sie darauf, mit kleinen Booten auf das größere Schiff zu kommen, um den Likuni Phala zu holen, denn das Wasser war zu unruhig, um das große Boot ans Ufer zu bringen. Ich war überrascht, das die Bewohner so begeistert waren als sie sahen, dass ich mein Gepäck trug – auch ohne den Likuni Phala – das musste wohl wegen meines Mary’s-Meals-T-shirts gewesen sein!

Ich hatte erwartet, dass ein Fahrzeug auf mich wartet, aber zu meiner Überraschung konnte ich keine Straßen auf der Insel sehen. McDonald (regionaler Manager von Mary’s Meals für Nord-Malawi) und ich gingen zu der St Peter's-Grundschule durch kleine felsige Pfade. Ich würde sagen, dass 80 % der Insel mit Steinen bedeckt sind und die meisten Gebäude aus Steinen gebaut wurden. Ich, als Landwirt, fragte mich: "Wie bauen die Menschen der Insel etwas für ihren Lebensunterhalt an?" 

Es ist eine große Herausforderung, zu den Schulen zu kommen, weil die Pfade so schlecht und felsig sind. Die Nahrung aus dem Schiff zu den Schulen zu transportieren ist eine weitere Herausforderung. Mir wurde gesagt, dass Angeln die wichtigste Einnahmequelle der Einwohner der Likoma-Insel sei. Dies sind nur einige der Gründe, warum das Mary’s Meals Schulspeisungsprogramm so wichtig für die Bewohner ist. 

Wir alle brauchen Nahrung zum Leben. Das Schulspeisungsprogramm wird von den Kindern der Insel benötigt und ich bin froh, dass Mary’s Meals hier ist. Ich traf Kinder, die zur Schule gingen oder am See angelten. Ich sah nicht ein Kind, das einfach nur einen Spaziergang gemacht hat; die Kinder sind zum Lernen ermutigt und werden wegen des Programms zur Schule hingezogen. 

Ich denke, dass sich durch Speisungsrogramm für die Eltern und Kinder auf der Insel viel verändert hat. Wenn die Kinder am Morgen aufwachen, haben sie bereits die Hoffnung, dass sie wenigstens eine Mahlzeit in der Schule haben und auch die Eltern wollen, dass ihre Kinder zur Schule gehen, damit sie eine tägliche Mahlzeit bekommen. 

Ich verbrachte meine ganze Zeit auf Likoma damit, mit den Kindern, den Lehrern und den Freiwilligen zu sprechen, so dass ich viele Informationen den Mary’s Meals’ Unterstützern, die diese Schulen sponsoren, geben kann. Ich liebe meinen Job sehr, denn ich habe die Möglichkeit, verschiedene neue Orte zu sehen, die ich sonst nie gesehen hätte. Ich mag es zu interviewen und mit Menschen zu sprechen, und dadurch weiß und verstehe ich, wie andere Menschen mit dem Leben kämpfen. Ich genieße es, mich unter alle möglichen Leute zu mischen, deswegen liebe ich meine Arbeit!

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