Erfolgreiche Infoveranstaltung in Frankfurt am Main

Back to all stories | Posted on 28 Nov 2017 in News

Milona von Habsburg, eine Botschafterin von Mary’s Meals, war extra aus Großbritannien angereist, um die Besucher, die ins Haus am Dom gekommen waren, sehr umfassend und beeindruckend über „ihre“ Hilfsorganisation zu informieren.

Sie startete den Abend mit der Beschreibung der Anfänge von Mary’s Meals, die sich im Schuppen des Vaters von Magnus MacFarlane-Barrow, dem Gründer von Mary’s Meals, in den 1990er Jahren abspielten. Dabei erzählte sie, dass Magnus immer bescheiden war und es bis heute geblieben sei, denn er habe sein Büro nach wie vor, und ganz bewusst, in dem Blechschuppen belassen. Der Erfolg sei ihm nicht wichtig (das Time-Magazin hatte ihn 2015 zu den 100 einflussreichsten Personen der Welt ernannt), vielmehr zähle für ihn immer das nächste Kind, dass es zu ernähren gelte.

Um dem Publikum den Gründer noch intensiver vorzustellen, las Frau von Habsburg aus seinem Buch über die Entstehung von Mary’s Meals durch Edward in Malawi vor. Dieser 14-jährige Junge hatte Mr. MacFarlane-Barrow gegenüber den größten Wunsch seines Lebens geäußert, nämlich: genug zu Essen zu haben und zur Schule gehen zu dürfen. – Diese einfachen Worte waren die Initialzündung für Mary’s Meals. Auch erfuhr das interessierte Publikum von den Projekten in Liberia, die von Father Garry und Father Owen begleitet werden. Mr. McFarlane-Barrow benutzt bei seinen Darstellungen eine so anschauliche Sprache, dass er den Zuhörer damit sofort in seinen Bann zieht. Er macht neugierig auf das nächste Ereignis; man möchte immer mehr erfahren ………

Dennoch sollte auch die Vereinsvorstellung in diesem Rahmen ihren Platz finden. Herr Schürmann erläuterte in seiner Funktion als Vorstandsmitglied die Vereinsstruktur: Der Vorstand besteht aus 4 Personen und der Verein hat 20 Mitglieder. Darüber hinaus informierte er über das Büro in Mainz mit weiteren Außenstellen in Nottuln (NRW) und Bayern. Auch sprach er den überaus geringen Anteil an Verwaltungskosten in Höhe von nur 7 % an. Um den Zuhörern nicht zu viel dieses „trockenen“ Themas zuzumuten, erhielt das Publikum durch den Film „Child 31“ einen Einblick in die Projektarbeit vor Ort. Die Freude der einheimischen Bevölkerung über Mary’s Meals ist riesengroß, aber auch das Elend vor Ort.

Die sich anschließende Pause nutzten die Besucher um sich entweder im Gespräch oder am Infostand weitere Einblicke zu verschaffen.

Gegen 21:00 Uhr eröffnete der Moderator der Veranstaltung, Dr. Thomas Wagner, die offene Fragerunde. Hier wurden solch unterschiedliche Themen aufgegriffen wie

  •  Die Wandlung im Leben von Mr. McFarlane-Barrow
  •  Der Status der Mädchen / Frauen in Afrika
  •  Bringt Mary’s Meals die Nahrung oder Geld in die bedürftigen Länder?
  •  Wie kann man die Politiker hierzulande zum Umdenken bewegen?

Offensichtlich hatte die Buchvorstellung einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, dass Herr Dr. Wagner zum Abschluss der Veranstaltung um eine weitere Leseprobe bat. Dem kam Milona von Habsburg sehr gerne nach und wählte eine Stelle aus, wo eine afrikanische Frau am Altar einer Kirche um Gottes Segen für ihre Aussaat bittet, weil das alles ist, was die Menschen dort besitzen.

Insgesamt war dies ein sehr informativer und bereichernder Abend, der auf jeden Fall wiederholt werden sollte, waren sich alle einig.