Schulmahlzeiten als Sicherheitsnetz in Zeiten extremer Krisen
Regenfälle und Überschwemmungen in Sambia
Wenn Klimaextreme ganze Lebensgrundlagen zerstören, werden Schulmahlzeiten zu einem lebenswichtigen Sicherheitsnetz. In den betroffenen Gemeinden im Distrikt Lundazi in Sambia sind sie oft mehr als nur eine Mahlzeit. Sie sind Halt, Hoffnung und Stabilität für Kinder und Familien.
Nach zwei Jahren schwerer Dürre haben nun heftige Regenfälle und Überschwemmungen die Region getroffen. Brücken und Straßen wurden zerstört, Wassersysteme beschädigt, Felder in Schlamm verwandelt. Über 250 Häuser sind eingestürzt oder überflutet, Familien mussten fliehen. Die Versorgung mit sauberem Wasser ist gefährdet, Krankenhäuser leiden unter Stromausfällen, ganze Dörfer sind von wichtigen Einrichtungen abgeschnitten.
Auch das Schulspeisungsprogramm steht unter Druck. Hohe Luftfeuchtigkeit bedroht die Lebensmittelsicherheit, beschädigte Straßen verzögern Lieferungen, und für Kinder wie Helferinnen und Helfer wird der Weg zur Schule immer schwieriger. Gleichzeitig warnen Wetterdienste vor weiteren Starkregenfällen. Die Gefahr von Überschwemmungen bleibt akut.
Noch vor Kurzem beteten die Menschen um Regen. Jetzt kämpfen sie gegen zu viel davon. Dieser drastische Wechsel von Dürre zu Flut zeigt, wie verletzlich ländliche Gemeinschaften sind und wie entscheidend Schulmahlzeiten als Schutz in Zeiten wachsender Unsicherheit werden.
Denn wenn Infrastruktur zusammenbricht, steigt der Hunger, Kinder bleiben dem Unterricht fern, und ganze Gemeinschaften verlieren Halt. In solchen Momenten sind Schulmahlzeiten nicht nur Nahrung, sie sind ein Rettungsanker.