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Precious Jazi

“Mary’s Meals hat mir eine Zukunft gegeben“

Ehemalige "Mary's Meals Kinder" erzählen (Videolink)

Veröffentlicht am

Vom Schüler zum Lehrer

Precious Jazi ist heute 27 Jahre alt und arbeitet als Lehrer an einer privaten Grundschule in der Region Zomba in Malawi. „Meine Motivation ist es, das Leben der Kinder positiv zu beeinflussen“, erklärt er. „Es begeistert mich, zu sehen, wie Kinder neues Wissen aufnehmen und sich weiterentwickeln.“

Precious wurde nach dem Tod seines Vaters mit 8 Jahren zur Waise. Dieses Wort hat in Malawi eine tiefe kulturelle Bedeutung, denn wenn ein Vater stirbt, gilt die gesamte Familie als verwaist, da der Hauptversorger nicht mehr da ist. Ohne die finanzielle Sicherheit, für die sein Vater gesorgt hatte, wurde das Leben für Precious und seine Familie zu einem täglichen Kampf. Er erinnert sich an Tage, an denen es zu Hause nichts zu essen gab, sodass er und seine beiden jüngeren Geschwister hungrig schlafen gehen mussten. Oft mussten sie die Schule versäumen und Arbeit suchen. Wenn sie doch zur Schule gingen, hatten sie weder Frühstück noch Mittagessen.

„Das Leben war eine Herausforderung für uns. Das waren die schwersten Momente in unserem Leben. Es gab nichts zu essen. Das hat unsere psychische Verfassung beeinträchtigt. 
Die Auswirkungen des Hungers auf ihn waren tiefgreifend. „Hunger beeinträchtigt die Bildung und die Leistungsfähigkeit im Leben. Mit leerem Magen kann man nicht lernen“, sagt Precious. „Man kann sich nicht konzentrieren. Kinder spielen nicht mit anderen. Man kann nur daran denken: ‚Was können wir tun, um etwas zu verdienen, damit wir Essen kaufen können?‘“

Tägliche Schulmahlzeiten bringen Hoffnung

Für Precious begann sich in der 4. Klasse alles zu ändern, als seine Schule in Zusammenarbeit mit „Mary’s Meals“ damit begann, täglich Schulmahlzeiten auszugeben. Zum ersten Mal seit Jahren hatten er und seine Geschwister eine verlässliche Nahrungsquelle.

„Mary’s Meals hat uns motiviert, jeden Tag zur Schule zu gehen. Ohne diese Unterstützung, so glaubt er, hätte er die Schule ganz abbrechen müssen, um Arbeit zu finden.
„Es ist unvorstellbar, wie mein Leben ohne Mary’s Meals und ohne meine Ausbildung verlaufen wäre. Der Hunger war zu viel für mich. Ich wäre nicht zur Universität gegangen und hätte nicht Lehrer werden können. Mein Leben wäre sehr tragisch verlaufen“, sagt er. 

Warum Schulmahlzeiten wichtig sind

Precious weiß aus eigener Erfahrung, dass die täglichen Schulmahlzeiten von „Mary’s Meals“ „mehr als nur Porridge“ sind. Unterernährung und Wachstumsstörungen sind in Malawi weit verbreitet, und der angereicherte Haferbrei verbessert die Gesundheit. Er hilft den Kindern außerdem, die Schule weiter zu besuchen, sich auf das Lernen zu konzentrieren und sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Für Precious hat dies zu einer dauerhaften Veränderung geführt und ihm und seiner Familie die Chance gegeben, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

„Hunger beeinträchtigt Bildung und Leistungsfähigkeit im Leben“, sagt er. „Mary’s Meals war der Grund, warum ich in der Schule geblieben bin. Es hat mir eine Zukunft gegeben. “

Hören Sie selbst, was Precious berichtet. Hier geht es zu Precious' Video.