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Madagaskar: 7 Jahre Hoffnung

Eine starke Partnerschaft für große Wirkung

Veröffentlicht am

Madagaskar, oft als „achter Kontinent“ bezeichnet, ist mehr als nur eine Insel im Indischen Ozean. Kaum ein anderer Ort vereint auf so engem Raum eine so große Vielfalt: dichte Regenwälder im Osten, trockene Dornwälder im Süden, fruchtbare Hochlandebenen im Zentrum und farbenprächtige Korallenriffe an den Küsten. Diese außergewöhnliche Biodiversität ist weltweit einzigartig. Rund 90 Prozent der Tier- und Pflanzenarten kommen nur hier vor.  

Doch diese reiche Natur steht unter Druck. Abholzung, Brandrodung und die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen wertvolle Lebensräume. Obwohl Madagaskar eines der wenigen Länder ohne bewaffnete Konflikte ist, zählt es zugleich zu den ärmsten der Welt. Familien leben in extremer Armut, oft ohne sauberes Trinkwasser, ausreichende medizinische Versorgung oder regelmäßige Nahrung. 

Die Gesellschaft Madagaskars vereint afrikanische und asiatische Einflüsse, sichtbar in Sprache, Bräuchen und Lebensweisen. Besonders stark ist der Stellenwert von Familie und Gemeinschaft. Solidarität, gegenseitige Unterstützung und Verbundenheit sind tragende Säulen des sozialen Lebens und gleichzeitig Hoffnungsträger für den Wandel. Die Herausforderungen sind gewaltig. Für viele Menschen bedeutet das einen täglichen Überlebenskampf ohne Arbeit oder gesundheitlicher Versorgung. Viele Kinder haben keinen sicheren Zugang zu Nahrung oder Bildung. Für sie bedeutet der Alltag oft: hungrig aufwachsen und ohne Perspektive. 

Und genau hier setzt die Arbeit von Mary’s Meals in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation Feedback Madagascar an. Dank der engen und vertrauensvollen Kooperation zwischen den beiden Organisationen, erhalten heute rund 98.000 Kinder in 542 Schulen entlang des über 300 Kilometer langen Regenwaldkorridors täglich eine nahrhafte Mahlzeit in den entlegensten Regionen.  

Jamie Spencer, Geschäftsführer von Feedback Madagascar, kennt die Situation genau. Seit fast drei Jahrzehnten ist seine Organisation im ganzen Land aktiv. In dieser Zeit wurden über 100 Schulen gebaut, mehr als 300 Brunnen errichtet und Projekte zur Krankheitsprävention, Landwirtschaft und Infrastruktur angestoßen. “Das Schulspeisungsprogramm hat enormes Potenzial und geht über die bloße Bekämpfung des Hungers hinausgeht: Es wird zum Motor für nachhaltige Entwicklung in den ländlichen Gemeinden. Viele Kinder konnten zuvor nicht zur Schule gehen, weil sie zu schwach waren, hungrig, oder weil ihre Familien sich das Schulgeld nicht leisten konnten. Die Einführung der Mahlzeiten brachte nicht nur Bildung, sondern auch neues Vertrauen in den Gemeinden. Das Programm hat sofort die Gemeinschaften gestärkt“, so Spencer. „Es ist mehr als Nahrung. Es ist Hoffnung.“ 

Für viele Kinder ist die tägliche Schulmahlzeit ein Wendepunkt. Sie ermöglicht Konzentration, Energie und regelmäßigen Schulbesuch. Bildung wird wieder zugänglich. Lernen mit leerem Magen ist fast unmöglich, doch mit einer warmen Mahlzeit eröffnen sich neue Möglichkeiten. 

Gleichzeitig erlebet das Team von Madagaskar, wie stark sich Eltern einbringen. Sie organisieren die Schulverpflegung freiwillig und zuverlässig, Tag für Tag. Aus dieser Beteiligung wächst nicht nur ein funktionierendes System, sondern auch Stolz, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen. Eltern, die heute kochen, bauen morgen einen Brunnen oder helfen beim Schulbau mit. 

“Unsere Arbeit basiert auf Partnerschaft. Die Menschen vor Ort sind keine bloßen Empfänger von Hilfe, sondern aktive Gestalter ihrer Zukunft. Sie bauen Schulen mit auf, entwickeln lokale Lösungen und prägen langfristige Veränderungen. Es entsteht nicht nur Infrastruktur, es entsteht Vertrauen. Es wächst Zukunft.” 

Was auf den ersten Blick wie „nur“ ein Schulessen aussieht, entfalte in Wahrheit eine tiefgreifende, nachhaltige Wirkung. Bildung, Gesundheit und Gemeinschaft würden gestärkt und Kinder erhielten die Chance, aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen. 

Jamie Spencer betont: “Die größte Stärke des Programms ist vielleicht seine Beständigkeit. Mary’s Meals bleibt. Tag für Tag, Jahr für Jahr, so lange, bis langfristige Lösungen greifen. Dieses Versprechen macht den Unterschied in einer Welt voller Unsicherheit.” 

Die Partnerschaft von Feedback Madagascar und Mary’s Meals ist ein Beispiel dafür, wie viel möglich ist, wenn Kompetenzen, Ideen und Engagement aus vollen Herzen zusammenkommen. 

Wir sind dankbar für diese Verbindung. Und wir sind überzeugt: Das ist erst der Anfang.