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Beispielbild Dürre

Kinder im Fokus der Klimakrise

Aktueller Bericht von UNICEF erschienen

Veröffentlicht am

Kinder sind von den Folgen des Klimawandels überproportional betroffen. Ihre physische und psychische Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen und ihre Resilienz ist eingeschränkt. Zudem sind immer mehr Kinder von den Folgen des Klimawandels betroffen. Obwohl die Klimakrise ein globales Phänomen ist, sind die Auswirkungen ungleich verteilt. Die Auswirkungen sind im "globalen Süden" signifikant stärker zu verzeichnen. 

Der Children's Climate Risk Report 2026 von UNICEF analysiert die Belastung von Kindern gegenüber diversen Klimarisiken. Weltweit sind nahezu die Hälfte aller Kinder – rund 1,1 Milliarden Kinder – mindestens von drei der folgenden klimabedingten Katastrophen gleichzeitig betroffen: Zu den klimatischen Extremereignissen zählen Küstenüberschwemmungen, Dürren, extreme Hitze, Brände, Hitzewellen, Flussüberschwemmungen, Sand- und Staubstürme sowie tropische Stürme. Dies hat erhebliche Folgen für ihre Gesundheit und ihr Überleben. Dies hat auch Auswirkungen auf den Zugang zu Bildung.

Neue Entwicklung im Zusammenhang mit El Niño

Diese Entwicklung ist bereits besorgniserregend. Nun trifft sie auf ein weiteres Klimaphänomen: Die US-Wetterbehörde NOAA hat den Beginn eines El-Niño-Ereignisses bestätigt, das zu den stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen gehören könnte. Das Klimaphänomen El-Niño führt zu einer signifikanten Erwärmung des Oberflächenwassers im tropischen Pazifik, was zu weltweiten Veränderungen der Wind- und Niederschlagsmuster führt. In diesem Jahr trifft El Niño auf eine Erde, die bereits durch den Klimawandel stark erwärmt wurde.

Das letzte El-Niño-Ereignis 2023/2024 verdeutlichte die potenziell verheerenden Auswirkungen dieser Kombination. Im südlichen Afrika führte eine schwere Dürre zu Ernteausfällen in erheblichem Umfang, insbesondere in Ländern wie Malawi, Simbabwe, Sambia und Madagaskar. Dies hatte zur Folge, dass mehr Kinder als in den Vorjahren unter Mangelernährung litten. In Ostafrika kam es hingegen zu einer konträren Entwicklung: Extreme Regenfälle führten zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen. Allein in Kenia, Burundi, Somalia und Tansania waren eine Million Menschen betroffen, Hunderttausende wurden vertrieben.

Im Jahr 2024 wurde weltweit ein Rekordwert bei den Temperaturen verzeichnet. Es handelt sich hierbei um das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Sollte sich das neue El-Niño-Ereignis, wie von der NOAA befürchtet, zu einem der stärksten der Geschichte entwickeln, ist mit einer Wiederholung der Szenarien und einer Verstärkung der Auswirkungen zu rechnen. (Mary's Meals)

Für Teile Afrikas, insbesondere Ostafrika, bedeutet dies drohende Dürren und Überschwemmungen ungekannten Ausmaßes, Ernteausfälle, steigende Lebensmittelpreise und Hunger für Millionen Menschen – und wieder sind es die Kinder, die diese Krise am unmittelbarsten zu spüren bekommen.

Hunger ist nicht unausweichlich

Trotz dieser verheerenden Prognose bleibt Mary's-Meals-Gründer Magnus MacFarlane-Barrow hoffnungsvoll. Anlässlich des World Hunger Day betonte er: Die Beendigung des Hungers ist keine Aufgabe, die andere übernehmen können. Die Bekämpfung des Hungers ist eine Aufgabe, die in unserer Hand liegt. Andere können und werden diese Aufgabe nicht für uns übernehmen.“

Diese Überzeugung trägt Mary's Meals seit mehr als zwei Jahrzehnten: Es gibt genug Nahrung auf diesem Planeten, damit niemand hungern muss. Schon heute versorgt die Organisation täglich mehr als 3 Millionen Kinder in 16 Ländern Afrikas, Asiens, des Nahen Ostens und Lateinamerikas mit einer Schulmahlzeit – ermöglicht durch unzählige helfende Hände: Hände, die Feuerholz tragen, in Töpfen rühren, Becher und Schüsseln füllen und Spenden sammeln.

Angesichts einer Klimakrise, die Kinder besonders hart trifft, zeigt diese Arbeit: Wer hungernden Kindern heute eine Mahlzeit ermöglicht, gibt ihnen morgen eine Chance auf Bildung und eine Zukunft – trotz aller Widrigkeiten, die der Klimawandel mit sich bringt.