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Theresianum Mainz

Kinder erhalten mehr als nur Schulmaterial

Das Rucksackprojekt in Mainz

Veröffentlicht am

Mit viel Engagement haben sich in diesem Jahr wieder zahlreiche Schulen, Privatpersonen und Unternehmen am Rucksackprojekt der Hilfsorganisation Mary's Meals beteiligt. Am Lagerstandort Mainz allein brachten 36 Schulen, 14 Privatpersonen und ein Unternehmen gepackte Schulrucksäcke für Kinder in Malawi zusammen. Während die Sammlung an den Schulen bereits abgeschlossen ist, können Privatpersonen ihre Rucksäcke noch bis 1. September abgeben.

Bundesweit läuft die Aktion an mehreren Lagerstandorten. Da die Sammlungen unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Bayern noch nicht abgeschlossen sind, liegen derzeit noch keine belastbaren Gesamtzahlen für Deutschland vor.

Besonders beeindruckt hat Organisatorin Dorothee Pfeifer das Engagement vieler Beteiligter. So sammelte eine Privatperson über das ganze Jahr hinweg 300 Rucksäcke. An einer Schule übernahmen drei Schülerinnen die gesamte Organisation des Projekts und konnten am Ende 68 Rucksäcke übergeben. Erstmals beteiligte sich zudem eine Schule aus Belgien, die 97 Rucksäcke nach Mainz brachte.

Die Rucksäcke werden anschließend nach Malawi verschickt, wo sie an Schulkinder verteilt werden. Sie enthalten unter anderem Schulmaterialien und Dinge des täglichen Bedarfs. Eine Kontrolle jedes einzelnen Rucksacks vor dem Versand sei in Mainz personell nicht möglich, erklärt Pfeifer. Deshalb verlassen sich die Organisatoren auf die sorgfältige Einhaltung der Packlisten durch die Schulen und weiteren Unterstützer.

Nach Einschätzung von Mary's Meals sind zwar vor allem die täglichen Schulmahlzeiten der entscheidende Anreiz für viele Kinder, regelmäßig den Unterricht zu besuchen. Dennoch haben die Rucksäcke einen besonderen Wert. Neben den praktischen Lernmaterialien schenken sie den Kindern etwas Persönliches, oft zum ersten Mal in ihrem Leben.

„Die Kinder haben nichts, noch nicht einmal genug zu essen, geschweige denn persönliche Dinge. Den Rucksack empfinden sie als ein Geschenk, das ihnen ganz alleine gehört. Für die meisten Kinder ist es das erste Geschenk ihres Lebens“, sagt Dorothee Pfeifer.