Haiti
Hintergrund
Haiti ist das ärmste Land der westlichen Erdhalbkugel. Das Land ist ein stark bevölkerter Agrarstaat mit dem geringsten Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas. In der Hauptstadt Port-au-Prince kommt es gehäuft zu Entführungen, Schießereien, Raubüberfällen und Drogenhandel.
Von den rund neun Millionen Einwohnern leben über 65 Prozent der Gesamtbevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Rund 50 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos, die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt. 1,9 Millionen der 9,4 Millionen Einwohner Haitis sind chronisch unterernährt. Die Analphabetenquote liegt bei 50 Prozent, obwohl eine sechsjährige Grundschulpflicht besteht. 1995 waren 55 Prozent der Bevölkerung Analphabeten. (Quelle: Wikipedia).
Cite Soleil
Marys Meals ernährt über 17.000 Kinder in Cite Soleil, einem Slumgebiet von Port-au-Prince. Die Menschen leben dort in überfüllten, verwahrlosten Hütten, ohne Zugang zu Trinkwasser oder sanitären Anlagen. Das Slumgebiet wird von bewaffneten Banden regiert. Hunger und Unterernährung vor allem bei Kindern ist weit verbreitet.
Die Mary`s Meals Projekte laufen hier in Zusammenarbeit mit Hands Together (einer US Organisation), die 7 Schulen unterhält. Die Mahlzeiten in der Schule bedeuten eine große Motivation für die Familien, ihre Kinder regelmäßig in die Schule zu schicken. Sie sind eine Quelle der Hoffnung in einem Gebiet, das auf so vielfältige Weise leidet. Dieses spezielle Projekt wird von einem mutigen amerikanischen Priester, Fr. Tom Hagan, geleitet, dessen humanitäre Arbeit Zugang zu den schwierigsten Bereichen des Slumgebietes ermöglicht hat.
Waisenhaus
Das Maison Fortune Waisenhaus wurde von einem jungen Haitianer im Jahr 2000 gegründet. Selbst aus armseligen Verhältnissen stammend hatte er die Möglichkeit, durch die Unterstützung der Brüder des hl. Franz Xaver (einer Ordensgemeinschaft) eine Schulbildung zu erhalten. Als er nach seinem Studium in Amerika nach Haiti zurückkehrte, war er betroffen von den zahllosen Kindern, die auf Haitis Straßen lebten.
So gründetet er das Waisenhaus Maison Fortune, das heute Schutz für 88 verwaiste Jungen bietet. Da er selbst am eigenen Leib die Wichtigkeit von Bildung erfahren hatte, öffnete er seine angegliederte Schule für 120 arme Kinder der Nachbarschaft.
Wir unterstützen seit Juli 2006 diese wundervolle Arbeit, in dem wir die Kinder mit Mary´s Meals versorgen, um sie zu ermutigen, regelmäßig in die Schule zu gehen.
Hinche
Dieses Projekt von Mary´s Meals startete 2007 in Zusammenarbeit mit der Caritas von Hinche. Mit Hilfe von Fr. Jaques Volcius bringen wir Marys Meals zu vielen Schulen des zentralen Hochplateaus, wo die Kinder bedingt durch Hunger nur unregelmäßig zur Schule gehen.
Los Abeilles
Mary´s Meals arbeitet hier seit Januar 2007 in einem abgelegenen Dorf, deren Einwohner unter großer Armut leiden und oft ihre Kinder nicht zur Schule schicken können.








